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Grundschule Eimbeckhausen
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31848 Bad Münder am Deister

 

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Vorschulische Sprachentwicklung

 

 

 

Grundschule Eimbeckhausen

 

Genehmigt in der Gesamtkonferenz am 30.06.2008

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzept zur vorschulischen Sprachentwicklung

 

 

Seit dem Schuljahr 2004/05 gibt es in den Schulen Niedersachsens den vorschulischen Sprachförderunterricht. Fand der Förderunterricht zuerst nur ein halbes Jahr vor Schuleintritt statt (pro Kind eine Unterrichtsstunde), so steht seit Beginn des Schuljahres 2006/07 jedem zu fördernden Kind wöchentlich eine Förderstunde für ein gesamtes Schuljahr zu.

 

Unsere Schule arbeitet mit zwei Kindergärten intensiv zusammen:

mit dem in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden DRK Kindergarten Eimbeckhausen und dem Regenbogen- Kindergarten Nienstedt.

Die Kinder mit Sprachförderbedarf kamen in den letzten Jahren  ausschließlich aus dem Kindergarten in Eimbeckhausen. Eine Lehrerin, die im Rahmen des Brückenprojekts zusammen mit einer weiteren Lehrkraft für die Pflege des Kontakts und die Zusammenarbeit mit den Kindergärten zuständig ist, unterrichtete die betreffenden Kinder zweimal wöchentlich zwei Stunden im Kindergarten.

Im Schuljahr 2009/10 besuchen vier Kinder mit Sprachförderbedarf den Kindergarten Nienstedt, ein Kind besucht  den Kindergarten Eimbeckhausen. Die für den Sprachunterricht zuständige Lehrerin unterrichtet die Kinder in den entsprechenden Kindergärten.

 

 

Wir haben uns dafür entschieden, die Kinder für den Unterricht in ihrer Umgebung zu lassen. Der Verbleib in den Räumen des Kindergartens bedeutet keine Umstellung und es steht dort eine Vielzahl verschiedener Arbeitsmaterialien zur Verfügung, die sich gut für den Sprachförderunterricht eignen. Andere Materialien werden von der Lehrkraft aus der Schule mitgebracht.

 

Die Förderung des Sprechens ist gewährleistet, da das Umfeld (Schule, Kindergarten und Wohnumgebung) genügend Anregungen und Sprechanlässe bietet.

 

Die didaktisch- methodischen Empfehlungen zur vorschulischen Sprachförderung des niedersächsischen Kultusministeriums geben fünf Stationsfelder vor:

  1. Ich und du
  2. Sich orientieren
  3. Miteinander leben
  4. Was mir wichtig ist
  5. Sich wohlfühlen

 

Von diesen Feldern sind die ersten drei verbindlich und die beiden anderen können als Zusatzangebote ausgewählt werden.

Diese Module sind in ihrem Umfang dem individuellen Förderbedarf der Kinder anzupassen. So wird man auch solchen Kindern gerecht, für die ein größerer Zeitaufwand auf Grund von Wiederholung und Festigung einzelner Wörter erforderlich ist.

In der Lerngruppe sind in jedem Schuljahr fast nur  Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, bei besonders auffälligen sprachlichen Entwicklungsrückständen auch deutsche Kinder.

Die Förderung der Kinder in der Kleingruppe (in den letzten Jahren nie mehr als vier Kinder) hat sich als hilfreich erwiesen. Der Sprechanteil jedes einzelnen Kindes ist sehr viel höher als in einer größeren Gruppe, wenngleich auch bestimmte gruppenbezogene Interaktionen in einer solchen Gruppengröße nicht möglich sind.

Ebenfalls ist eine größere Aufmerksamkeit und Konzentration der Kinder beim Zuhören und Sprechen zu beobachten.

Spielerisches und handelndes Vermitteln der deutschen Sprache bzw. von Sprachinhalten steht in der vorschulischen Spracherziehung im Vordergrund.

 

 

Die Kinder lernen die Sprache über die Orientierung an Sprachvorbildern und in diesem Zusammenhang durch Handeln, Sprechen und durch Erfahrungen. Gehandelt wird mit realen Gegenständen über verschiedene Sinne (mit Ohren, Augen, Nase, Mund, Haut und Händen). Über den Umgang mit den Dingen lernen sie die Beschaffenheit und die Eigenschaften von Dingen kennen.

Sie sehen z.B., dass der Ball rund ist und hochspringt. Fertigkeiten lassen sich über das Tun (Obstsalat zubereiten) und Eigenschaften über das Schmecken, Tasten, Hören erfahren.

Abstrakte Begriffe wie Freude und Trauer können über konkrete Ereignisse oder über bildliche bzw. mimische Darstellungen vermittelt werden.

Das Handeln der Kinder wird sprachlich begleitet, d.h. der Gegenstand „Ball“, die Tätigkeit „Laufen“ oder „Malen“, die Eigenschaften „süß“ oder „salzig“ werden benannt.

 

Die durch das Handeln gewonnenen Erfahrungen werden somit über die sprachliche Begleitung zum Begriff. Dabei werden den Kindern Begriffsbildung und Wortschatzerweiterung erleichtert, indem an die Erfahrungswelt des Kindes angeknüpft wird. Geschichten, Gedichte, Fingerspiele, Abzählreime, Märchen, Lieder, Rollenspiele, Gesellschaftsspiele, Bewegungsaktivitäten, Malen, Basteln und die Erkundung des Wohnumfelds bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten, die deutsche Sprache einzuüben und anzuwenden.

 

Die Sprechkompetenz der einzelnen Kinder ist sehr unterschiedlich. Sie ist vor allem von der Bereitschaft der Eltern abhängig, deutsch mit ihren Kindern zu sprechen.

Aber sie resultiert auch aus dem unterschiedlichen Entwicklungsstand der Kinder im kognitiven, emotionalen und sozialen Bereich.

Zu Beginn des Sprachförderunterrichts verfügen die Kinder in der Regel zunächst über einen geringen aktiven Wortschatz, diesen gilt es zu erweitern. Das Verstehen von Aufgaben (passiver Wortschatz) und das Bilden von einfachen Sätzen im Bereich der freien Äußerungen sind häufig nur bedingt vorhanden. Ebenso mangelt es an der korrekten Anwendung der Präpositionen, Artikel und Zeitformen.

 

 

Um möglichst erfolgreiche individuelle Ergebnisse zu erlangen, ist die Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen der Kindertagesstätte und den Eltern der Sprachförderkinder von großer Bedeutung.

Die Lehrerin und die Erzieherinnen tauschen vom Anfang der Sprachförderung an regelmäßig Informationen über Fortschritte bzw. das Verhalten der Kinder aus. Eine Schweigepflichtsentbindung durch die Eltern liegt schriftlich in der Schule vor.

Für die Kommunikation zwischen Kindergarten und Schule ist es von Vorteil, dass die Lehrerin mehrmals in der Woche in den Kindergärten anwesend ist und die Zusammenarbeit von einer positiven Grundhaltung auf beiden Seiten geprägt ist.

 

Die Zusammenarbeit mit den Eltern gestaltet sich dagegen teilweise schon allein auf Grund von Verständigungsschwierigkeiten weniger erfolgreich.

Sind die Sprachbarrieren nicht so groß, ergeben sich sowohl am Elternabend als auch hin und wieder bei Begegnungen im Kindergarten Gesprächsgelegenheiten. Es kommt auch vor, dass Hausbesuche oder Telefonate durchgeführt werden.

Hierbei können die Lehrer den Eltern durchaus auch zusätzliche Fördermaßnahmen empfehlen.

 

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